Wie finde ich den richtigen Partner?

Die viel diskutierte Oberflächlichkeit und die inneren Werte von Menschen werden getrennt betrachtet und damit falsch verstanden. Im einen Extrem reichen Tipps von dem nicht Nachgehen seiner optischen Gelüste, stattdessen werden Kompromisse bei der Partnerwahl empfohlen. Im anderen Extrem gilt es, die Macht in der Beziehung zu haben und dazu keine Gefühle zuzulassen. Entspannte Natürlichkeit, und damit eigene innere Zufriedenheit, sieht anders aus.

Richtig oder passend?

Jeder hat im Leben wohl schon einmal gemerkt, dass es anders läuft, als geplant. Das dieses an Paarbeziehungen nicht vorbeigeht, wird spätestens bei der Betrachtungen von Trennungen deutlich. Das einst gelobte „bis das der Tod uns scheidet“ kann schnell in Scheidung enden. Nicht verheirateten Paaren geht es nicht anders.

Wie finde ich also den richtigen Partner*In? Kann ich jetzt schon wissen, dass ich mit diesem oder dieser Partner*In bis an mein Lebensende zusammenleben möchte. Natürlich nicht. Die Scheidungsrate und die dazukommende Dunkelziffer an sich nur nach Außen glücklich darstellenden, aber innerlich zerrütteten, Beziehungen sprechen Bände. Lebensgemeinschaften sind Lerngemeinschaften. Wir Menschen als spirituelle Lebewesen leben Kontraste in der Polarität: Ich – Du, Mann – Frau, Yin (weibliche Qualitäten) – Yang (männliche Qualitäten) und Gut – Schlecht sind nur einige davon. Wir brauchen diese Kontraste, um uns zu ent-wickeln. Verzweiflung und tiefe Traurigkeit in Auseinandersetzungen mit Partnern gehören genauso dazu wie pure Freude und Fröhlichkeit in der Phase der Verliebtheit. Da diese Dinge durch die Naturgesetze gesetzt sind, gibt es kein Entkommen. Ein Hingeben führt dagegen zu einem erfüllten Leben.

Mit diesem Wissen wird deutlich, dass Du keine 100%ige Sicherheit für Deine Zukunft schaffen kannst. Du kannst nur mit Deinem Bauchgefühl intuitiv wahrnehmen, was jetzt passt. Der richtige Partner*In ist also der im jetzigen Moment auch für die Zukunft passend scheinende. Die eigenen Glaubenssätze und Negativen Grundannahmen spielen bei der Anziehung die wesentliche Rolle.

Jemanden attraktiv finden

Wir sprechen häufig davon, dass wir jemanden attraktiv finden. Attraktiv bedeutet dabei anziehend. Jeder denkt dabei an das Aussehen. Manche auch noch an die Bewegungen, das Verhalten u.ä. Der Körper ist naturgesetzlich allerdings das exakte Abbild der eigenen Gedanken- und Gefühlswelt in der materiellen Welt. Die wirkliche Anziehung wird somit durch die eigenen Gedanken- und Gefühlswelten der sich kennenlernenden Menschen bestimmt. Ein Mensch findet einen anderen anziehend, der ihm seine bewussten und v.a. die unbewussten Pole seiner eigenen Gedanken- und Gefühlswelt reflektiert. Schlüssel und Schloss: Resonanz ist hier das Stichwort, dass ich bei den Naturgesetzen näher darstelle.

Einige Beispiele: Du landest immer in Beziehungen mit Menschen, die Deiner Ansicht nach keinen Selbstwert haben. Überlege, was es mit Dir zu tun hat. Oder Du ziehst immer Menschen in Dein Leben, die sich nicht öffnen wollen? Hier stellt sich wieder die Frage, was es mit Dir zu tun hat. Bspw. welche Dynamik zwischen euch wirkt. Die Betrachtung der eigenen Glaubenssätze und Negativen Grundannahmen ermöglicht ein tiefgreifendes Verständnis Deines Lebens und Deiner Partnerwahl. Damit kannst Du entspannt Veränderungen anbahnen. Der Weg führt dabei immer zu Deinen eigenen Gefühlen. Auch wenn Du schon seit Jahren unglücklich Single bist.

Vermeintliche Oberflächlichkeit

Wir in unserer westlichen Welt sind derzeit sehr verstandeslastig unterwegs. Das Wahrnehmen der eigenen Gefühle und Bedürfnisse wird nicht wirklich als förderlich angesehen. Leistung und Funktion stehen im Vordergrund. Auf dem Weg der Ent-wicklung zu Dir selbst, Deinen Gefühlen und Bedürfnissen hilft der Körper als exaktes Abbild der eigenen Gedanken- und Gefühlswelt bei der Partnerwahl. Wenn Du jemanden optisch anziehend findest, ist dieses für Dich gerade passend. Unabhängig davon, ob daraus eine Beziehung entsteht oder nicht. Der optische Eindruck wird durch Gespräche und die Wahrnehmung von Bewegungen verstärkt oder abgeschwächt. Für die meisten Menschen unbewusst, geht es auch darum, jemanden riechen zu können. Die Konditionierung auf unseren Seh-Sinn findet zwar laufend statt. In Werbungen wird bspw. schon lange „Sex sells“ genutzt. Doch die Natur des menschlichen Lebens lässt sich nicht austricksen. Dein Geruchs- und auch Deine anderen Sinne spielen eine wesentliche Bedeutung beim Finden des passenden Partners. Und Deinem Gegenüber geht es genauso.

Der Körper spiegelt die inneren Werte wieder

Da der Körper das exakte Abbild der eigenen Gedanken- und Gefühlswelt ist und damit die inneren Werte widerspiegelt, ist Oberflächlichkeit als erste Orientierung also völlig natürlich. Je intensiver wir im Laufe unseres Lebens unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen, desto einfacher spüren wir intuitiv, ob jemand für uns passend ist oder nicht. Der reine optische Eindruck verliert an Gewicht. Nutze also die „Lernhilfe“ des Körpers bei Deiner Partnerwahl. Oberflächlichkeit als Betrachtung des Körpers ist angebracht. Attraktivität hört hier, wie beschrieben, aber nicht auf.

Das Dilemma bei Kompromissen

In vielen Weltanschauungen werden die eigenen Gelüste, also die eigene Lust auf etwas, sehr negativ bewertet. Auch viele Menschen empfehlen bei der Partnerwahl Kompromisse einzugehen. Doch die eigenen Wünsche und Bedürfnisse können nicht „abgeschaltet“ werden. Gefühle als Energie sind nur wandelbar, aber nicht zerstörbar. Dieses Naturgesetz macht deutlich, dass man die Sehnsucht und das Verlangen nach einem bestimmten Menschen, gewissen Eigenschaften oder Vorlieben zwar durch eine verstandeslastige Beziehung überdecken kann, die Gefühle und Bedürfnisse damit aber nur verdrängt. Sie wirken fortwährend weiter. Die Verdrängung kostet Kraft und Lebensenergie, die Dir für Dein Leben dann nicht mehr zur Verfügung steht.

Viele Liebesfilme erzählen die Geschichte von Vernunfts- oder Coolheits-Entscheidungen in jungen Jahren, um dann im weiteren Verlauf des Lebens feststellen zu müssen, dass man sich immer noch zu diesem einen Menschen hingezogen fühlt. Noch extremere Beispiele hierfür finden sich als sexuelle Belästigung und Übergriffe nicht nur in Institutionen oder Gemeinschaften, die nach Außen hin die menschliche Lust und Bedürfnisse herunterspielen.

Zweckbeziehung oder Trennung?

Zweckbeziehungen sind häufig Angstbeziehungen. Selbst wenn eine Beziehung aus Verliebt-sein entstand, kann die Angst vor Veränderung einen oder beide Partner in der Beziehung halten, wenn sie eigentlich schon durch ist. Es könnte ja noch schlimmer kommen. Angst vor dem Alleine sein, gefühlte finanzielle Abhängigkeit oder den Kindern zu Liebe sind scheinbare Gründe. Die wirklichen Motive werden über die eigenen Glaubenssätze und Negativen Grundannahmen deutlich. Denn letztendlich handelt jeder Mensch immer zu seinem eigenen Nutzen. Auch wenn dieser natürliche Egoismus gesellschaftlich, und damit bei den meisten Menschen, negativ besetzt oder gar tabuisiert wird. Die Betrachtung von wilden, in Rudeln lebenden Tieren, oder Dokumentationen über sie, zeigt klare Natürlichkeit: die Überlebenschance eines Rudeltieres ist im Rudel deutlich höher. Also tut es Dinge, um dazuzugehören. Wir Menschen sind nicht anders.

Eine Beziehung lässt jeden einzelnen Partner auf Basis des Naturgesetzes „Jeder Lebensprozess pulsiert zwischen zwei Polen“ mit seinem individuellen Gefühlserlebnis reifen, vollständiger werden und lernen. Lebensgemeinschaften sind Lerngemeinschaften. Es kann also sein, dass das gemeinsame Lernen innerhalb einer Beziehung vorüber ist und beide Menschen getrennte Wege gehen. Für einen oder beide kann das anfangs enorme Emotionen und Gefühle hervorrufen. Ob hingegen das Verbleiben in einer Zweckbeziehung ein passender Weg ist, darf jeder selbst für sich entscheiden.

Gefühllos in der Liebe?

Selbst ernannte Verführungskünstler wie einige Pick Up-Artists empfehlen anderen Menschen gegenüber keine Gefühle zuzulassen, um nicht verletzbar zu sein und in der Beziehung die Macht zu haben. „Derjenige, dem die Beziehung am wenigsten wichtig ist, hat die Macht.“ ist eine scheinbar sicherheitsorientierte Idee, die aber leider zu einem abgestumpften Leben führt. Betrachte wieder das Naturgesetz „Jeder Lebensprozess pulsiert zwischen zwei Polen.“ in Deiner eigenen Gefühlswelt und in Deinem eigenen Leben. Verdrängst Du Gefühle, Nähe, Zärtlichkeit und Sinnlichkeit um nicht verletzt zu werden, wird Deine Liebesbeziehung ein monotones Funktionieren. Dein Leben pulsiert schwach. Es kommt einer Nulllinie im EKG gleich. Ein erfülltes Leben ist hingegen naturgesetzlich ein intensives Schwingen zwischen zwei Polen. Traurigkeit und Freude zum Beispiel. Die kannst Du in Deiner Beziehung aber nur erleben, wenn Du Dich auf Dein Gegenüber einlässt. Verletzung gehört dazu. Auf der anderen Seite aber auch tiefe Berührtheit im Herzen.

Entspannt in eine Beziehungen

Das Wissen um Natürlichkeit, die Kenntnis Deiner Glaubenssätze und Deiner eigenen Negativen Grundannahmen hilft, entspannt in ein Kennenlernen und in eine Beziehung zu starten. Denn es geht nicht darum irgendetwas richtig oder falsch zu machen. Sondern so zu sein, wie man ist.

Kommentiere den Beitrag